Praxisprojekte

Im Rahmen der Praxisprojekte arbeiten Studierende mit Partnern aus der Museumslandschaft Berlin-Brandenburg zusammen und unterstützen sie z.B. bei der Entwicklung und Evaluierung von Ausstellungskonzepten.

Konzeption von Ausstellungs- und Vermittlungsangeboten

Die Studierenden entwickeln Ausstellungs- und Vermittlungsangebote in zwei Teams:

Team Bröhan-Museum

Im Fokus des Projekts steht der „Hochzeitzug“, eine um 1904 von Adolph Amberg entworfene und von der Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM) Berlin hergestellte Figurengruppe. Als Hochzeitsgeschenk für Kronprinz Wilhelm und -prinzessin Cecile von Preußen entstanden, wird in den Personendarstellungen ein Weltbild zur Hochzeit des deutschen Kolonialismus sichtbar. Mit einem multiperspektivischen Ansatz beschäftigen sich die Studierenden mit diskriminierungskritischem Kuratieren und barrierereduzierten Formaten. Ziel des Projektes ist, an die Lebenswelten des Publikums anzuknüpfen, das Interesse der Besucher:innen zu wecken und zu einer Auseinandersetzung mit dem Hochzeitszug zu animieren. Rund um die zentrale Frage „Ausstellen oder Nicht-Ausstellen?“. Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem Bröhan-Museum, Berliner Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus.

Team JuMu

Die Studierenden konzipieren, kuratieren und gestalten eine Pop-Up-Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Jugend Museum und den Critical Young Friends, dem Jugendbeirat des Museums. Im Fokus stehen vielfältige Protest- und Solidaritätsbewegungen Berlin-Schönebergs. Die Ausstellung zeigt, wie Proteste entstehen, sich Gleichgesinnte zusammenfinden und sich Gehör verschaffen. Sie möchte jugendliche Besucher:innen motivieren, inspirieren und empowern: mithilfe von Beispielen aus Vergangenheit und Gegenwart sowie anregenden Mitmach-Stationen. Was bewegt dich? Wofür gehst du auf die Straße? Wie kannst du dich auch im digitalen Raum solidarisieren?

Die Ausstellung ist Teil von „Discover History! Act now!“, ein Projekt des Jugend Museums das Protest- und Demokratiegeschichte(n) sichtbar macht und zur Mitbestimmung der Jugendlichen aufruft.


Ansprechpartner_in
:

Prof. Dr. Susan Kamel,

Prof. Dr. Tobias Nettke